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in
Gayern hatte une dem demonratiscnen .antel eine Allsbreitung der
monarchistiscnen Bewegung hatte schützen tonnen. Linzeine lautere
Persönlichkeiten, wie Freiherr von Soden, wruden zwar nicht mude in
der Propagierung der monarchistischën Idde, aber die ganze Bewegung
als solche kam über das Néveau eines Toldaten-u.Kriegervereines nicht
hinaus.
Gewiss sind besonders unter der bäuerlich konservativen Bevöl-
kerung Sudbayerns viele Anhänger der Wittelsbacher.Es ist, psycholo-
gisch gesehenm, vielleicht bei Unterstützung durch die Katholische
Kirche, möglich, dass noch weitere Hreise für die Monarchie zu gevin-
nen sind, denn derzeit istddas Volk ja ohne jeglichén staatspolitischen
Ideengehalt.
Ich selbst könnte einer littelstacher Erbmonarchie in unserem
Seitalter nicht ohne weiteres das ort ireden. Denn ohne auf diesbe-
zügliche geschichtliche Beispiele und Tatscachen in Bayern einzugehen
besteht bei einer solchen Monarchie doch immer die Gefahr, dass fürst-
licheLaune oder Herrschsucht, =itelkeit oder Kamerillenwirtschaft,
krankhafte Veranlagung oder geistiges Unvermögen dem Lande Schaden zu-
fügen oder aussenpolitische Komplikationen herbeiführtn. Im 2o. Jahr-
hundert, indem wir leben, muss auch diese Frage überprüft werden.
"ie indessen eine republikanische Staatsform verfassangsmässig
neu begründet werden kann ist eine Frage, die ein Kriegsgefangener
erst nach seinem Einleben in die gegebenen zivilen Verhältnisse über-
legen und nach genauer Kenntnis seiner Umwelt und der in ihr wirkenden
Kräfte und Tendenzen überprüfen und beantworten kann. Ver bei der Er-
örterung und Gestaltung einer neuen Staatsform die derzeitige "rauhe
Wirklichkeit" nicht gebührend berücksichigt, wird wchwerlich zu mög-
lichst kommen.
3)
Die Grenzen eines selbständiger Bayern wären zweckmässig wohl die,
die vor 1866 bestanden haben. Der vornehmlich agrarische Süden Bayerns
findet eine Ergänzung in dem bisher stärker industriell durchsetzten
Nordbayern.
Pin Zusammenschluss von Bayern, Württemberg und Baden, twa zu
einem süddeutschen Staatenbund, wäre nicht von der Hand zu weisen.
Eine wesentliche Vorraussetztung wäre auch hier, dass die Kohlezufuhr
auch in diese Gebiete ausreichend gesichert ist.
4)
Ich bin glücklich und freue mich aufrichtig zu hören, dass mein Partei
freund, der Sozialist Högner noch am Leben ist und offenbar wieder
aktiv an der Gestaltung politischer "robleme mitwirken kann. Ich bin
aus einer politischen Kampfzeit, im Rahmen der Sozialdemokratishhen
Partei, persönlich mit Högner bekannt. Er sprach u.a. unter meinem
Vorsitz öffentlich in meiner Heimat in Gralangen.Högner war im Bayr.
Landtag, wie im Deutshhen Reichstag ein sehr geachteter, kluger Parla-
mentarier, in Volksversammlunger ein überzeugender Redner und trat auch
als Verfasser von politischen Broschüren, gestützt auf eine umfangrei-
che Sachkenntnis, hervor. Er war ein tapferer, von den Nazis gehasster
Kämpfer gegen das Nazitum. Beruflich war er Staatsanwalt. Nach meiner
Erinnerung hat mich Högner nozch im April 1933 im Schwabinger Kranken-
haus in München besucht, als ich erheblich zugerichtet, erstmals zur
Sitzung des Bay.Landtags vom Honzentrationslager Dachau entlassen war.
Högner war mir sehr ans Herz gewachsen und um sein Schicksal
habe ich in den Jahren seit 1933 oft gebangt.Meiner Unterstützung
darf Högner, wenn nötig auch in der Sukunft sicher sein. Mit ihm am
nufbau der Heimat old zu arbeiten ware mir eine besondere Ereude. "us
einer Zusammenkunft mit Högner würden, auf Grund unserer Erfahrungen,
gewiss manche Vorschläge zu dem ganzen Fragenkomplex rufen, die sich
zum allgemeinen Nutzen verarveiten lassen köfnnten.
5) Von meinen Anhängern leben in miener Heimat noch viele. Ihre jetzige
geistige Beweglichkeit und der eventuelle Wille zu nemem politischen
Wirken müsste von mir erst noch ermittelt Werden. Nach meiner persönli
chen Fühlungnahme würde ich gerne das Ergeonis mitteilen.
Es sei mir gestattet zu temerken, dass ieh aus taktischen Gründer
ganz
dringend empfehlen würde, das Wort SeparatisHus vollkommen ver-
schwinden zu lassen, es künftig nicht anzuwenden.Dafür kann gebraucht
werden Bewegung für ein freies-sebständiges oder eig@nstaatliches
Bayern. Die Nazis haben, insbesondere imnampf um die Saarabstimmung
demVVolk förmlich eingetrichtert, dass Loslösungsbestrebungen gleich-
zusetzen sind mit Landesverrat. Eine neue Bewegung, die eine Selbstän-
digkeit Gayerns erstrebt muss sich daher auch anderer sprachlicher
Ausdrückeformen bedienen um nicht von vorn herein Gefahr zu laufen
Document source description
This item contains the report, "Hauptfragen für Bayerische Unertanen."
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- 2
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